Die Kastration von Hündinnen wird oft empfohlen, um unerwünschtes Verhalten zu reduzieren, wie z.B. Aggression gegenüber anderen Hunden oder Menschen, Markieren im Haus und übermäßiges Jammern oder Heulen. Es kann auch helfen, das Risiko bestimmter Gesundheitsprobleme zu reduzieren, wie z.B. Gebärmutter- und Eierstockkrebs oder Pyometra (eine Infektion der Gebärmutter).
In Bezug auf den Zeitpunkt der Kastration gibt es unterschiedliche Meinungen. Einige Tierärzte empfehlen, Hündinnen bereits im Alter von 6 Monaten zu kastrieren, um das Risiko von Gesundheitsproblemen zu reduzieren und unerwünschtes Verhalten zu kontrollieren. Andere empfehlen einen späteren Zeitpunkt, da die Kastration in jungen Jahren das Wachstum und die Entwicklung des Hundes beeinflussen kann.
Eine Studie aus dem Jahr 2013 ergab, dass Hündinnen, die vor ihrem ersten Wurf kastriert wurden, ein höheres Risiko für bestimmte Gesundheitsprobleme, wie z.B. osteosarkom (Knochenkrebs) und Harninkontinenz, hatten. Die Forscher empfehlen daher, die Kastration auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, idealerweise nach dem ersten Wurf oder wenn die Hündin ausgewachsen ist.
Es ist wichtig, mit Ihrem Tierarzt zu sprechen und die Vor- und Nachteile der Kastration in Bezug auf das Alter und die individuellen Bedürfnisse Ihrer Blauer Picardischer Spaniel-Hündin zu besprechen.




